Yellow-Heart (auch Pau Amarello, botanisch Euxylophora paraensis) besitzt eine Reihe von materialtechnischen Eigenschaften, die es für die Verwendung als Footing-Holz bei Pfeilschäften besonders geeignet machen. Die Vorzüge ergeben sich vor allem aus der Kombination von Dichte, Festigkeit und Bearbeitbarkeit.
Yellow-Heart zählt zu den harten und dichten Tropenhölzern. Diese Eigenschaft ist für ein Footing entscheidend, da der vordere Schaftbereich beim Aufprall die höchsten mechanischen Belastungen erfährt. Das Holz widersteht:
Im Vergleich zu sehr schweren Footing-Hölzern (z. B. Ebenholz) bietet Yellow-Heart eine hohe strukturelle Festigkeit bei moderater Masse. Daraus ergeben sich zwei Vorteile:
Die Faser ist überwiegend:
Dies erleichtert eine präzise Verklebung zwischen Schaft und Footing und reduziert die Gefahr von Delaminationen oder Scherbrüchen an der Klebestelle.
Yellow-Heart neigt im Vergleich zu vielen hellen Harthölzern weniger zum Ausfasern. Beim Kontakt mit Zielmaterial oder bei Fehlschüssen auf harte Untergründe:
Obwohl Yellow-Heart hart ist, lässt es sich mit scharfen Werkzeugen:
Das ist insbesondere bei dünnen Footings wichtig, bei denen Maßabweichungen die Rundlaufgenauigkeit des Pfeils beeinträchtigen würden.
Die charakteristische gelblich-goldene Farbe dunkelt mit der Zeit leicht nach und bildet einen deutlichen Kontrast zu klassischen Schafthölzern wie Zeder, Fichte oder Kiefer. Dadurch erfüllt Yellow-Heart neben der funktionalen auch eine ästhetische Rolle, ohne zusätzliche Dekorelemente zu benötigen.
Im praktischen Einsatz liegt Yellow-Heart:
Damit stellt es einen technisch ausgewogenen Kompromiss für langlebige, leistungsorientierte Holzpfeile dar.
Zusammenfassend eignet sich Yellow-Heart hervorragend als Footing-Holz, wenn eine hohe mechanische Belastbarkeit, kontrollierte Gewichtsverteilung und gute Verarbeitbarkeit gefordert sind, ohne auf ein extremes Schwerholz zurückzugreifen.