Hartholz-Vorschäfte aus Buche und Osage

Ötzi, der Mann aus dem Eis hatte vor 5.000 Jahre schon einen Pfeil mit einem Hartriegel-Vorschaft in seinem Köcher.

Die nordamerikanischen Indianer verwendeten Amaranth, Dogwood und Osage als Vorschaftmaterial und die Alaska-Eskimos hatten u.a. Elfenbein-Vorschäfte im Einsatz.

Auch in Asien waren die Vorschäfte in den Schilfrohr- und Bambuspfeilen weit verbreitet. Sie alle wussten um die Vorteile eines Vorschafts Bescheid.

Ein Vorschaft aus Hartholz bringt mehrere Vorteile:

  • Stabiles Grundmaterial zur Aufnahme von Pfeilspitzen (Tüllen- oder Schaftdornspitzen). Spitzen können nicht so leicht ausbrechen wie bei gewöhnlichem Schaftmaterial wie Fichte, Zeder oder auch Bambus .
  • Definierte Bruchstelle. Vorschaft wird ersetzt, restlicher Pfeilschaft mit Befiederung und Nock bleibt erhalten.
  • Verlagerung des Schwerpunkts (FOC) nach vorn, da der Vorschaft in der Regel schwerer als das gewöhnliches Schaftmaterial ist. Dadurch auch schnelleres Stabilisieren des Pfeilflugs. Auch die Kombination verschiedener Schaftdurchmesser ist einfach zu bewerkstelligen.
  • Schnelle Möglichkeit, einen Pfeil durch Aufstecken eines Vorschafts mit Außenkonus herzustellen oder zu reparieren.

Die Vorschäfte in Buche und Osage mit Außenkonus gibt es in verschiedenen Ausführungen in 5/16" und 11/32".

  • Einfache Länge mit ca. 83mm mit Außenkonus.
  • Einfache Länge mit ca. 83mm mit Außenkonus und auf der gegenüberliegenden Seite zentrische 4mm Bohrung zur Aufnahme einer Schaftdornspitze.
  • Doppelte Länge mit ca. 166mm mit jeweils einem Außenkonus an den Enden ergibt 2 Vorschäfte für individuelle Länge.
Osage- und Buchen-Vorschäfte

Osage-Vorschaft

Bambus mit Osage-Vorschaft

Buchen-Vorschaft mit Loch>

Buchen-Vorschaft, doppelte Länge>


Wie wird es gemacht?

  • Einfach am Pfeilschaft (hier Bambus) mit z.B. dem Arrow-Fix Tool den Innenkonus herstellen.
  • Vorschaft (hier Buche und Osage) mit vorgefertigtem Außenkonus aufstecken und vorzugsweise mit Epoxy verkleben.
  • Übergänge verschleifen.
  • Keine Lade oder Hobel nötig.
  • Keine Scherkräfte, keine lange Reparaturstelle.

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